Große Mittelmeer-Reise ab Mallorca 1 mit der AIDAcosma, Mittelmeer 08.09.24

Das erste gemeinsame Frühstück weckt den Ernährungsberater in mir. Danach ist Qualitätszeit auf dem Balkon mit ernsten Gedanken zu den letzten Wochen, die aber zu Grüßen an den Kapitän führen. In der Art Bar gibt es dann die ersten verlustreichen Spiele.


Bilder folgen hier in Kürze

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SCHIFF JAHR

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Die Nacht ist absolut ruhig. Oder wir bekommen nichts mit und schlafen wie Steine bis zum Wecker-Klingeln.

Das Marktrestaurant ist voll

Zunächst ist nicht klar, ob wir den Hafen verlassen haben, aber ein Blick nach draußen bestätigt, dass um uns herum nur Meer ist. Glatt wie ein Babypopo. Und wir fahren in Schleichfahrt hindurch, deshalb merken wir keinerlei Schiffsbewegungen, schon gar nicht hier in der Mitte des Schiffs.

Um 9 Uhr haben wir uns zum Frühstück im Marktrestaurant verabredet. Das Marktrestaurant liegt auf der AIDAcosma ganz hinten, ganz unten auf Deck 5. So ist es zwar bei allen Schiffen das beliebteste Restaurant, da es hier aber allein hinter Kabinen liegt, haben wir die Hoffnung, dass es hier anders ist. Die Hoffnung trügt.

Zum Glück sind wir so pfiffig und denken daran, dass um 9 Uhr alle Essen gehen, deshalb sind wir beide schon 15 Minuten früher da und finden ganz hinten noch einen 8er Tisch. In der Hoffnung, dass alle Kinder auftauchen, halten wir diesen frei. Und richtig: nur eine Viertelstunde später ist es proppenvoll und verzweifelte Gäste suchen erfolglos leere Tische.

Ein weites Feld für Ernährungsberatung

Bei uns trudeln tatsächlich alle Kinder nach und nach ein. Die Reihenfolge spiegelt gut die Charaktere wieder: von “lieber 5 Minuten früher da sein” bis “ist schon spät, aber dann haben wir uns doch noch überlegt zu duschen” ist alles dabei.

Alles dabei ist auch am Buffet: von Lachs bis Eier, wir finden alles, was wir brauchen. Und unfassbarer Weise ist der Weich-Ei-Index dann bei 6/6.

Die beste Ehefrau von allen meint, ich müsste auch noch einen Speck-Index einführen. Ist dieser oft halbroh, findet sie hier schon den zweiten Tag in Folge knusprigen Speck vor.

Da wird es Zeit, sich einmal umzuschauen. Ich finde hier ein unfassbar großes Feld für Ernährungsberatung: was hier morgens schon an Zucker gegessen wird, erklärt die Ernährungskrise in Deutschland. Seien es die weißen Brötchen (die nichts anderes als reinen Zucker darstellen), die Pancakes mit Nutella, die Zuckermengen im Kaffee oder den Süß-Getränken – ich würde hier nicht arbeitslos werden.

Und ich rede jetzt erstmal nur von unserem Tisch…

Klinische Grüße an den Kapitän

Da heute Seetag ist, folgt nach dem Frühstück die Qualitätszeit auf dem Balkon.
Es ist noch nebelig, aber schon schwül bei 27°C.
Aber der Blick über das glatte Meer beim Lesen oder Schreiben des Reiseberichts ist das, was wir so lange vermisst haben.

Was ich gestern nur angedeutet habe, will ich heute erklären:
Die Reise war von langer Hand geplant und wir alle haben uns genauso lange darauf gefreut. Und dann gab es zumindest kurzzeitig die Gefahr, dass alles scheitert. Die Sorge war da, löste sich dann aber Gott sei Dank auf und mündete schließlich in dem Auftrag, dem Kapitän Vincent Cofalka einen lieben Gruß aus der Anästhesie zu bestellen.

Was war passiert? Der Autor dieser Zeilen musste sich unerwartet einem operativen Eingriff unterziehen. Und dabei ist es alles andere als gut, wenn man zu viel Fachwissen hat.

Gewohnt, auf der anderen Seite des Bettes zu stehen, lag ich vorletzte Woche noch in einem 4-Bett-Zimmer des Krankenhauses Rotenburg.

Das erlaube ich mir zu erwähnen, denn der HNO-Chef dort ist ein wahrer Künstler und hat es geschafft, einen Knoten zu entfernen, ohne wichtige Nerven zu beschädigen, das dürfte ihn allerdings einige Nerven gekostet haben, denn das war nicht einfach.

Mehr als je zuvor verstehe ich aber jeden, der Angst hat, dass etwas bösartig sein kann und die Erlösung, wenn es Gott sei Dank gutartig ist.

Dadurch bedingt ist keine Nachbehandlung nötig und dadurch die Reise doch möglich.
Mit frischer Wunde und ungewohntem Vollbart. Hätte ich eine rote Mütze, würde ich Papa Schlumpf mit weißem Bart Konkurrenz machen – besser als vorletzte Woche, da fand die ehemals beste Ehefrau von allen, dass ich mit dem Druckverband wie Witwe Bolte aussehe.
Nein, sie ist immer noch die beste Ehefrau von allen, denn sie war jeden Tag bei mir im Krankenhaus und hat mit gelitten.

Und jetzt wird die Geschichte rund:
Die Oberärztin kam in der Anästhesie-Vorbereitung, um mich abzulenken von den Versuchen, eine Vene zu finden.
Und fragte deshalb nach dem nächsten Urlaub.

Dabei stellte sich heraus, dass sie mehrere Wochen im Jahr Schiffsärztin auf der AIDA ist. So klein ist die Welt. Und so kommen die Grüße an den Kapitän zustande.

Wenn geniale Pläne nicht funktionieren

Es gibt noch eine Überraschung dieser Reise, nämlich den Preis.

Ich habe ja in der Vergangenheit wortreich berichtet, dass wir nun endlich außerhalb der Ferien fahren können. Das spart viel Geld. Und so liegt diese Reise an einem Termin, an dem wirklich kein einziges Bundesland Ferien hat.

Und trotzdem ist das Schiff völlig voll. Wir haben gerade noch die letzten Kabinen bekommen. Premium, was auch Premium-Preis bedeutet.

Normalerweise warten wir, bis AIDA einen Vario-Preis aufruft. Dort ist es dann nicht möglich, eine spezielle Kabine auszusuchen, dafür ist der Preis deutlich günstiger.

Kabine aussuchen konnten wir auch nicht, da wir die letzten bekommen haben, gab es nur, was über ist. Und das eben zu Premium-Konditionen.
Damit hatten wir nicht gerechnet und warum diese Reise so beliebt ist auf dem größten AIDA-Schiff, ist uns auch nicht klar.
Vielleicht weil es noch am Mittelmeer schön ist und viele das deshalb noch genießen wollen.

Mit diesen Gedanken verbringen wir also den Vormittag auf dem Balkon.

Spiele in der Art Bar

Kurz vor 15 Uhr haben wir uns dann verabredet zum üblichen Caramel Macchiato im Café Mare.
Das Café Mare ist voll, so dass wir doch umziehen in die Art Bar. Die Kinder nehmen sich dafür Kuchen aus dem Café Mare mit. In der Art Bar bekommen wir den Milchkaffee dazu, ohne Caramel, dafür ist es hier ruhig.

Direkt neben der Bar bekommen wir einen 8er-Tisch und so spielen wir die erste Runde “SkyJo”. Trotz hartem Fight gewinnt unsere Jüngste mit Abstand.

Danach ist nicht mehr viel Zeit bis zum Abendbrot. Für heute haben wir nichts gebucht, deshalb gehen wir ins Markrestaurant. Pünktlich zur Öffnungszeit finden wir problemlos einen großen Tisch ganz hinten im Schiff. Später wird es dann wie gewohnt übervoll.

Um 19 Uhr sind wir dann im Theatrium, um die erste Show zu sehen. Hier finden wir nur einen Stehplatz in einer Ecke. Die erste Show der Reise ist ja meist die Vorstellung der AIDA Stars. So auch heute. Unter dem Motto „AIDA Stars – Shine“ erscheinen alle Künstler ganz in weiß: 6 Solisten und Solistinnen, 8 Tänzerinnen, 2 Gymnastinnen und 1 Artist.

An den Tänzerinnen sehen wir die Verschiebung der Casting-Länder. Kamen diese in der Vergangenheit überwiegend aus Osteuropa, sind heute 6 Tänzerinnen aus Großbritannien und nur 2 aus der Ukraine da.
Jeder zeigt in dieser Show einmal seine Kunst und so haben wir einen Eindruck von der jeweiligen Profession. Wie immer sind starke Stimmen dabei.

Zum Abschluss spielen wir bei einem Cocktail eine erste Runde “Skull King”, den schon wieder unsere Jüngste im Team mit ihrem Freund gewinnt.

Morgen sind wir dann in Cagliari / Sardinien.

Mittelmeer


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