Von Jamaika nach Hamburg mit der AIDAluna, Atlantik 02.03.24

Für manche ist Frühstück einfach zu früh, besonders wenn die Uhren umgestellt wurden. Das Wetter macht auch nicht mit, es ist trübe und nass. Unsere Kabine ist sauber, aber auf dem Balkon tobt der Kampf gegen Farbekonfetti. Und der Kapitän ist gezwungen, schneller zu fahren.

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Traumhafte Strände und Wale in Mittelamerika und Karibik
AIDAluna 2024

Fehlten gestern die Sonnenblumenkerne auf den Brötchen, fehlen unsere Brötchen heute ganz. Hoffen wir, dass dem Bäcker nicht nach und nach der ganze Proviant ausgeht. Noch gibt es zum Glück Alternativen. Denn Lachs ohne Brot schmeckt nur in der äußersten Not (das war die heutige Folge aus der Serie “Lerne reimen ohne zu schleimen”).

Heute Nacht wurden die Borduhren wieder eine Stunde vorgestellt, der Unterschied zu Deutschland beträgt nur noch 3 Stunden.

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Für manche ist Frühstück zu früh

Dadurch hätten wir fast das Frühstück verpasst, wir könnten hier ohne Ende schlafen. Dazu trägt bestimmt auch das sanfte Wiegen auf dem Meer bei.

Offensichtlich geht das vielen so, denn die Überfüllungszeit im Marktrestaurant ist heute auf 9:30 Uhr verschoben. Und manche sind dadurch nur auf Bild und nicht auf Ton gestellt. So der Mann neben uns. Wir sind ja schon gewohnt, dass es immer wieder Zeitgenossen gibt, die eine seltsame Kiefersperre haben und deshalb nicht grüßen können, wenn sie sich an den Nebentisch in 40 Zentimeter Entfernung setzen.
Dieser Mann steigert das Ganze noch, nach unserem freundlichen Morgengruß sind wir kurz davor, uns zu entschuldigen, dass wir gewagt haben, seine Majestät in der morgendlichen Kaffee-Meditation anzulabern.

Dass wir so mitten auf dem Ozean sind und nördlicher fahren merken wir auch daran, dass das Meer unruhiger wird. Überall klappern jetzt die Besteckständer und das Schiff quietscht an Ecken, wo gar keine Ecken sind.

Suche nach dem Südland

Um 10 Uhr ist wieder der Lektor Peter Grimm dran mit einem Vortrag zur “Suche nach dem sagenhaften Südland”.
Wir denken, dass wir das gerade so schaffen, aber dann gibt es Tonprobleme, die erst 1 AIDA-Mitarbeiter, dann 2 und zum Schluss sogar 3 zu lösen versuchen. Nach 20 Minuten schaffen sie das und dann geht es so verspätet los mit wieder einen kurzweiligen und informativen Vortrag.

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Bei ein bisschen Reisebericht schreiben in der Kabine – draußen regnet es gerade – fällt uns auf, dass heute bereits 14 Tage um sind. Das wäre so unsere übliche Reisezeit und damit wäre die Reise schon zu Ende. Wir sind so dankbar, dass wie stattdessen noch 12 Tage bleiben können.
Manches verschwimmt schon in Gedanken, es fällt uns schwer, uns an das Bild von Montego Bay zu erinnern, bestimmt weil wir so müde waren. Anderes ist uns noch sehr präsent, etwa die Zugfahrt oder der Spaziergang durch Gateway Gardens heute vor 14 Tagen.

Wer gewinnt “SkyJo”?

Heute gehen wir schon vor 14 Uhr zum Kaffee. Und ausnahmsweise mal ein Latte Macchiato – ohne Caramel. Den gibt es nur von Starbucks im Café Mare, wir gehen aber in die AIDA-Bar und spielen eine Runde “SkyJo”.

Nur mal eine fiktive Frage: Nehmen wir an, die beste Ehefrau von allen ist zwischendurch der Meinung, das Spiel ist doof, macht gar nicht richtig Spaß und man kann das auch wirklich nicht zu Zweit spielen. Und nach dem Spiel war es doch ein richtig schönes Spiel in netter Umgebung.
Kann man daraus den Spielverlauf ableiten?

Aufgrund des Wetters ist die AIDA Bar gegen 15 Uhr überfüllt, ganz anders als an den anderen Tagen, als alle am Pooldeck sein konnten.

Der eigentlich Grund zum Ausweichen in die AIDA Bar ist für uns unser Kabinensteward. Anders als an anderen Tagen hat sie unsere Kabine noch nicht geschafft, obwohl wir uns beim Frühstück so viel Zeit gelassen haben und den Vortrag noch genossen haben.
Vorgestern haben wir auf dem Balkon gesessen und dabei die Kabine freigegeben dann ist das auch kein Problem, das geht aber heute nicht, dazu ist das Wetter zu unbeständig und zwischendurch gibt es heftige Schauer.

Aber während unserer Spielzeit ist alles erledigt und unsere Kabine wieder sauber.
Deshalb können wir uns danach wieder auf den Balkon setzen, das Wetter ist weiter trübe, aber jetzt trocken bei 20°C. Mit Decke ist das kein Problem und die Luft ist herrlich frisch, das Meer weiter glatt mit ordentlichen Faltenwurf, sprich flachen Wellen.

Farbkonfetti auf dem Balkon

Mit unserem Kabinensteward sind wir sehr zufrieden, denn unsere Kabine war bei Ankunft sauber und sie ist es jetzt auch die ganzen Tage über.

Nur der Balkon ist davon ausgenommen. In St. Kitts waren die Balkone für eine Reinigung gesperrt. Dazu ist es aber nicht gekommen. Stattdessen wurden die Decke und Wände so abgeschrubbt, dass lose Farbreste abfallen. Und diese Farbplättchen liegen seitdem auf dem Balkon rum.

In St. Maarten hat sich keiner darum gekümmert und das ist ein widerliches Zeug, das am Boden und an den Schuhen und auf den Liegen und überall klebt und von uns überall hin verschleppt wird.

Vorgestern konnte keiner auf dem Balkon wischen, weil wir den ja während der Reinigungszeit in Beschlag genommen hatten und deshalb das Zeug selbst so ein bisschen zusammen gewischt haben. Ging aber nicht gut, weil es ja auch am Boden festklebt.

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Gestern haben wir dann die Balkonmöbel so zusammengestellt, dass der Wink verstanden wurde und einmal gründlich gewischt wurde. Aber auch das hat nicht alles wegbekommen und so habe ich unter Einsatz eines Handtuchs noch einmal ordentlich nachgeschrubbt. So sind die meisten Farbplättchen jetzt weg.
Das hätte gleich nach Lösen der Plättchen geschehen müssen, bevor sie durch die Feuchtigkeit überall festkleben, da hat AIDA geschlafen.

Unsere Balkonkabine ist vorne

Wo wir grad über Kabine und Balkon sprechen, will ich diese jetzt vorstellen, das habe ich noch gar nicht gemacht:

Unsere Kabine ist eine Balkonkabine, die recht weit vorne liegt, noch vor dem vorderen Treppenhaus.
Wir liegen hier backbord, das bedeutet, dass wir während der Überfahrt immer nach Nordwest gucken. Das ist der Grund, warum wir die letzten Tage immer erst Sonne am Spätnachmittag auf dem Balkon hatten.
Immerhin, heute ist gar nichts mit Sonne, da ist die Blickrichtung egal.

Unsere Kabine befindet sich auf Deck 8, das ist ganz angenehm, nur ein Deck hochgehen und wir fallen ins Theatrium und von dort weiter ins Marktrestaurant.

Die Balkone sind auf den Schiffsseiten alle gleich klein, so dass eben gerade zwei Liegen nebeneinander passen, wie wir gestern ausprobiert haben.
Nur die Balkone auf Deck 6 sind größer, wie wir unter uns sehen können.

Ein Teil dieser Balkonkabinen soll im Rahmen des Refreshing der Schiffe in Suiten umgewandelt werden, darüber berichte ich die nächsten Tage nochmal.

Der Nachteil von Kabinen vorne oder hinten ist immer, dass man den Seegang deutlich spürt. Das haben wir ja heute Morgen auch schon im Marktrestaurant gespürt, das liegt ja ganz hinten.
Für uns aber kein Problem, wir lieben das Schaukeln und Wiegen, zumindest so lange das Meer relativ ruhig ist.

Das Schiff fährt deutlich schneller

Wilder ist die Fahrt jetzt nicht wegen der Wellen, sondern weil der Kapitän die Geschwindigkeit deutlich erhöht hat. Zudem hat er die Richtung leicht geändert und hält auf eine andere Azoren-Insel zu.

Den Grund sagt er durch, es liegt an einem medizinischen Notfall, der von einem Hubschrauber abgeholt werden soll.

Farb Konfetti Atlantik 24.03.02 Traumhafte Strände und Wale in Mittelamerika und Karibik AIDAluna 013

Aber egal wie schnell er fährt, das wird vermutlich erst übermorgen gehen. Denn wir sind mitten auf dem Atlantik, das nächste Land ist über 1.500 Kilometer entfernt.

Auf einer unserer letzten Fahrten gab es auch zwei medizinische Notausschiffungen per Helikopter. Da war aber das Land immer in der Nähe.
Wünschen wir dem Betroffenen alles Gute und dass er durchhält. Bei aller modernen Technik bleibt so eine Ozeanüberquerung ein Risiko bei medizinischen Problemen.

Teppanyaki im Weite Welt

Abendbrot gibt es heute mal in Weite Welt Restaurant. Da ist Thema Teppanyaki. Das ist diese Art, rohe Zutaten auszusuchen, die dann von den Köchen live zubereitet werden.
Das gibt es hier nur gelegentlich. Auf der AIDAprima und AIDAperla ist das täglich inklusive im dortigen East-Restaurant, auf der AIDAnova und AIDAcosma gibt es dafür ein eigenes, kostenpflichtiges Restaurant.

Gestern hatte ich von den Edutainern geschrieben und erwähnt, dass es auch mehr Entertainer gibt. Heute Abend schauen wir uns einen solchen an:
Cosmo ist als Gedächtnis- und Mentalkünstler angekündigt, macht aber eher Illusion.
Schade ist, dass es dafür wieder tagelang keine Show mit den AIDA Stars gibt.

Zum Abschluss gibt es heute noch einen Cocktail in der AIDA Bar. Keinen Mai Tai.

Auch morgen ist noch ein Seetag.

Atlantik


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Lektoren und Edutainer
Dunkle Wolken brauen sich zusammen. In der AIDA Bar.