Adria ab Venedig mit der AIDAbella, Zadar 07.10.16

Zadar haben wir vor 5 Jahren schon gesehen, aber erst heute entdecken wir die schöne Altstadt. Diese lohnt sich auch mehrfach mit ihren tollen Straßen, Festungsgärten und der schönen Promenade mit Meeresorgel und Gruß an die Sonne. Gekrönt wird der Tag mit einem Spiel im herrlichen Sonnenschein und Blick bis zur Felskette.

Meeresorgel Zadar 16.10.07 - Von Venedig durch die Adria AIDAbella

Zadar ist die einzige Stadt unserer Tour, in der wir schon einmal waren. Aber nicht per Kreuzfahrt, sondern vor unserer Kreuzfahrtzeit waren wir in 2 Sommern mit dem Auto nach 16 Stunden Fahrt im Falkensteiner Hotel Punta Skala etwas nördlich von Zadar. Dabei haben wir auch Zadar etwas angesehen.

Morgens lassen wir es wie immer ruhig angehen, aber gegen 13 Uhr verlassen wir das Schiff. Auch heute gibt es wieder AIDA-Shuttlebusse, die alle halbe Stunde fahren. Hin und zurück für 8,- Eur, Kinder 6,- Eur. Ausweise müssen in Zadar mitgeführt werden.

Es ist noch gar nicht so lange her, als die Kreuzfahrtschiffe direkt an der Altstadt festgemacht haben, die auf einer Halbinsel liegt. Dann hat Zadar aber einen neuen Hafen südlich davon gebaut, an dem nun Fähren und Kreuzfahrtschiffe anlegen. Dieser ist aber 20 Minuten Busfahrt von der Altstadt entfernt.

Der erste Schritt aus dem Schiff ist weniger spannend, denn uns schlägt eine Art Guano-Geruch entgegen. Umso schöner wird es aber gleich am Ziel. Der Bus fährt direkt los und wir landen am nördlichsten Zipfel der Altstadt.

Hier ist nicht nur ein großer Wendeplatz für Autos, die hier nicht weiterfahren dürfen, sondern auch ein großer Platz, an dem die Promenade entlang der Adria geht. Integriert in den Platz ist der „Gruß an die Sonne“ eine riesige Glasplatte mit Fotozellen, die das Licht sammeln und bei Dunkelheit ein Lichtspiel veranstalten.

Zadar 16.10.07 - Von Venedig durch die Adria AIDAbella

Daneben beginnen Treppen, unter denen die Meeresorgel vom gleichen Künstler installiert wurde, der auch den Gruß an die Sonne gebaut hat. Hier sind Röhren unter der Treppe verlegt, in die Wellenbewegungen Luft drücken, die durch Löcher in der Treppe als Orgeltöne zu hören sind. Klappt tatsächlich und so hören wir uns eine Weile die Töne an.

Von hier gehen wir so weit wie möglich die Promenade am Meer entlang. Diese ist sehr gut ausgebaut, einige Häuser stehen an der Promenade, dahinter beginnt die Altstadt. Auf der anderen Seite sehen wir jede Menge vorgelagerte Inseln, dadurch ist das Meer recht ruhig.

Auch das Wetter macht mit, war es erst bewölkt bei 18°C, bricht nun immer mehr die Sonne durch, bis wir strahlenden Sonnenschein haben.

Die Promenade endet an einem alten Festungsgebäude und einem kleinen Hafen. Zwischen Festungsmauer und Motorbooten können wir auf einem schmalen Pfad weitergehen in Richtung Stadt und erreichen hier das „Landtor“, durch das wir in die Altstadt gehen können. Das tun wir auch, gehen aber hinter dem Tor weiter an der Mauer entlang und gelangen zu einer Ausgrabungsstätte, in der verschiedene Mauern aus antiker, mittelalterlicher und römische Zeit wieder aufgerichtet wurden. Hieran vorbei kommen wir über den „Platz der 5 Brunnen“, auf dem in einer Reihe 5 Brunnen-Nachbildungen stehen, zu der alten Festung des Baron Ludwig Freiherr von Welden, in deren Mauern ein Park eingerichtet wurde, mit vielen kleinen Wegen und einem erhobenen Zentrum, von dem man einen schönen Blick in die Stadt hat.
Das gefällt uns schon sehr gut und so halten wir uns hier eine Weile auf.

Zadar 16.10.07 - Von Venedig durch die Adria AIDAbella

Gegenüber haben wir einen Blick in einen weiteren sehr schönen Park, in dem allerdings kein Mensch ist. Das müssen wir mal recherchieren, was dort ist, hier finden wir keine Information dazu.
Wir gehen dann aber in die Stadt hinein und sind überrascht von der Schönheit. Alles ist sehr schön wiederhergestellt, es gibt sehr schöne Restaurants, Eiscafés, Geschäfte. Der Boden ist komplett mit Steinplatten ausgelegt und sehr eben. Wir kommen an mehreren Kirchen vorbei und an einem großen ehemaligen römischen Forum, in dem noch allerlei Säulenreste stehen.

Unser Weg endet dann wieder am Nordrand der Altstadt, wo uns der Bus schon erwartet und direkt zum Schiff losfährt. Heute passt einfach alles.
Die Altstadt gefällt uns wirklich gut und auch noch deutlich besser als auf Korfu oder in Bari, einfach weil hier alles so gut instandgesetzt ist. Insofern schade, dass wir für nächste Woche schon einen Ausflug gebucht haben, denn die Stadt möchten wir uns durchaus noch einmal erwandern, gerne mit mehr Zeit.

Als Trost spielen wir unsere Runde „Phase 10“ von gestern zu Ende. Da heute das Wetter so schön ist, gehen wir mal nicht in eine Bar, sondern setzen uns auf die Terrasse des Bella Vista. Das hat im Moment geschlossen, deshalb ist hier kein Mensch. Unter uns die Terrasse des Weite Welt Restaurant ist komplett voll, weil dort Kaffeezeit ist, über uns im Raucherbereich der Ocean Bar ist auch alles besetzt. Zumindest die Kaffeezeit unter uns nutzen wir voll aus und holen uns ein paar leckere Kuchenstückchen und frische Ananas hierher.

Zadar 16.10.07 - Von Venedig durch die Adria AIDAbella

Hier haben wir das wirklich gut getroffen: Ganz ruhig, Schattenplätze bei strahlendem Sonnenschein, ein toller Blick über den Süden Zadars mit den Felsen im Hintergrund. Die ganze Küste in dieser Gegend ist so aufgebaut: Das Hinterland ist bergig und endet in einer Felskette, schroff, steil. Vor diesen Felsen liegt zum Meer hin ein grüner Streifen, in dem Landwirtschaft betrieben wird oder Städte am Meer liegen, wie Zadar. Das war damals immer ein toller Anblick, nach der langen Fahrt zwischen Felsen und durch unzählige Tunnel plötzlich über das fruchtbare Land zum Meer zu schauen!

Diesen Blick genießen wir lange, bis das Spiel zu Ende ist. Über dessen Ergebnis decke ich hier allerdings den Mantel des Schweigens.

Dank der ungewohnten Kuchen-Zwischenmahlzeit verschieben wir unser Abendbrot heute auf 20 Uhr, um das Auslaufen zu beobachten. Die Hoffnung ist, einen Blick auf unser altes Hotel zu erhaschen.

Zadar 16.10.07 - Von Venedig durch die Adria AIDAbella

Da unser Balkon nun auf der falschen Seite liegt, gehen wir zum ersten Mal auf dieser Fahrt oben an Deck. Dort finden wir hinten reichlich Platz, um von Steuerbord auf Zadar zu schauen, viele sind offensichtlich beim Abendbrot. Mit dem gewohnten Typhon und der Auslaufmelodie geht es Punkt 18:30 Uhr zunächst ganz langsam los, bis das Schiff Richtung Norden und mittig zwischen Festland und Inseln liegt. Dann geht es etwas schneller an Zadar vorbei, wobei jetzt der Wind ordentlich bläst. Meine Hoffnung auf noch einige schöne Fotos wird damit zunichte gemacht, weil die Kamera kaum bei dem Wind stabil zu halten ist. Leider ist die Altstadt zu weit weg, als dass wir jetzt bei zunehmender Dunkelheit das Lichtspiel sehen könnten. Auch unser alter Urlaubsort verschwindet in der Dunkelheit. Dann sind wir auch einmal komplett durchgepustet und flüchten erst einmal in die Kabine.

Es geht weiter damit, dass es auf dieser Fahrt an Shows mangelt. Auch heute ist um 19 Uhr lediglich Bingo angesagt, um 21 Uhr gibt es dann schon den Farewell-Sekt und die Abschiedsshow „Schlagersause“. Das ist nun wirklich etwas früh, denn die Reise endet ja nun nicht morgen, sondern übermorgen. Begründet wird das damit, dass morgen in Venedig keine lauten Partys an Deck stattfinden dürfen.

Den Gratis-Sekt bei der Farewell-Show lassen wir uns natürlich nicht entgehen, bei der Show selber schauen wir uns nur den ersten Schlager an, dann wird es einfach zu kalt. Dementsprechend sind deutlich weniger Gäste auf dem Pooldeck als gewohnt.

Die nächste Etappe sind 311 Kilometer bis nach Venedig.

Zadar

Der Lohn des Schreibens ist das Lesen. Das Kommentieren. Besonders das Teilen auf Blogs und Netzwerken!
Bisher keine Bewertungen
Ein verregneter Tag und 4x begossener Pudel
Durchgefroren, aber glücklich im Sonnenuntergang